Dunkelheit ist die Abwesenheit von Licht. Angst ist die Abwesenheit von Liebe.

Wesentlich in der schamanischen Arbeit ist die Führung aus dem Denken, aus unserem Kopf heraus – und hinein in das Gefühl, das Herz.

Hier unterscheidet sich die schamanische Kosmologie wesentlich von der modernen, westlich-wissenschaftlichen Medizin. Der Mensch ist eben mehr als die Summe von Atomen.
Und bisher weiß die moderne Medizin immer noch nicht, wie und was Bewusstsein eigentlich ist, was Denken bewirkt, wie das Gedächtnis funktioniert usw.
Warum lokalisieren wir Liebeskummer in der Herzgegend, Angst im Bauchbereich? Warum sitzt uns etwas im Nacken?
Unsere entwicklungsgeschichtlich älteren Gehirnteile verstehen die Sprache des Neokortex nicht – sie verstehen Gefühle, Empfindungen. Wir brauchen nur den Straßenverkehr zu sehen, um das Vorherrschen eines Verhaltens aus der älteren Menschheitsgeschichte zu erkennen.

Wollen wir Heilung erfahren, reicht es nicht, nur einen Teil unseres Menschseins anzusprechen, uns nur auf den Körper zu konzentrieren. Selbst die Psychologie geht nicht weit genug in ihrem Verständnis, denn sie blickt nur auf die Kausalität und in die Vergangenheit.
Neuere Ansätze sind kaum entwickelt. Der Mensch ist auch nicht allein auf der Welt: wer bedenkt die größeren Zusammenhänge mit dem restlichen Universum?
So ist die schamanische Sicht eine, die über das Wahrnehmbare und in endlosen Versuchsreihen reproduzierbar Messbare hinausgeht und den Kosmos mit einbezieht.
Der Schamane ist der Mittler zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt, zwischen Oben und Unten, zwischen Himmel und Erde. Er gehört keiner Religion an. Der Ansatz ist nicht behindert durch dogmatisches Denken, sondern geleitet aus einer untadeligen, selbstlosen Absicht, für das höchste Wohl seines Klienten zu arbeiten.

Es ist wahres Glück, erleben zu dürfen, wie Menschen aufblühen, wenn sie aus den Vorgaben ihrer Konditionierung ausbrechen und anfangen, sich selbst zu fühlen und dann zu entwickeln.
Das Leben kann für uns alle so sein!

Aber es bedarf eines inneren Ansporns und der inneren Bereitschaft, sich auf den längsten Weg seines Lebens zu machen – und der führt aus dem Kopf heraus in das Herz. Von dort aus kann man den Kopf wieder in einer völlig neuen Ausrichtung verwenden.
Vergebung, Dankbarkeit und Empathie werden aktiviert, und ein Verantwortungsgefühl uns allen und dieser Erde gegenüber entsteht. Das wiederum bringt uns alle voran.

Dunkelheit ist die Abwesenheit von Licht, Angst ist die Abwesenheit von Liebe.
Aber die Dunkelheit existiert nur als Schatten, weil ich die Augen verschlossen halte. Wenn ich meine Augen öffne, kann ich das Licht wieder sehen.
Und wenn ich mein Herz für die Liebe öffne, verliert sich die Angst und wir sind wahrhaft glücklich.
Glück ist kein Ziel, sondern ein Zustand.