Jenseits von Zeit und Raum – die schamanische Sitzung:

Eine der häufigsten Fragen zu meiner schamanischen Praxis lautet „Wie läuft so eine Sitzung ab?“
Als Schamanin brauche ich keinen festen Ort. Sitzungen können überall stattfinden: in meiner Praxis, beim Klienten, in der Natur. Ich trage meine „Kirche“ und meinen „Altar“ immer bei mir. Im Schamanismus heißt dieses Werkzeug oder Medizinbündel „Mesa“ (spanisch „Tisch“). Er ist mit anderen Schamanen und deren Heilkräften verbunden.

Mit Hilfe des Mesa und den schamanischen Praktiken der #FourWindsSociety vermag ich in der Sitzung einen heiligen Raum zu öffnen, einen geschützten Ort für mich und meinen Klienten. Ich klinke mich ein in das Energiefeld all der Schamanen, die vor mir waren und nach mir folgen.
Das ist möglich, da es im Schamanismus keine Chronologie gibt: Zeit ist keine Abfolge, sondern alles geschieht gleichzeitig. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschmelzen.

Mutter Erde hilft, Unbewusstes zu erkennen

Wenn die Zeit außer Kraft gesetzt ist, befinden wir uns im heiligen Raum. Dort erkunden wir, welches Thema oder welche Themen der Klient in sich trägt. Dazu pustet der Klient in einen der Steine in meinem Medizinbündel. Jeder dieser Steine hat eine eigene Bedeutung. Als entwicklungsgeschichtlich älteste Substanz auf unserem Planeten, klinken mich die Steine in Mutter Erde ein und erfahre mehr zur Erdung des Klienten. Deshalb ist es elementar wichtig, welchen Stein der Klient unbewusst wählt. Er weiß nicht, welche Verbindung und Bedeutung die Steine für mich haben, z. B. die Angst, verlassen zu werden. Der Menschen ist aus demselben Staub, aus denselben Molekülen wie der Stein gemacht,. Wir sind Lehm, durch Seele belebt. Durch den Stein und seine Verbindung zur Erde erfahre ich, welche Probleme meine Klienten in sich tragen. Denn er pustet auch die unbewussten Dinge in den Stein, solche, um die er selbst nicht weiß. So kann ich ihn ganzheitlich behandeln.

Das achte Chakra und die „Kirche“ des Schamanen

In Tibet gibt es eine Zeichnung. Sie zeigt einen Schamanen, der im Schneidersitz meditiert, die Augen weit geöffnet. Über seinem Kopf schwebt etwas, das aussieht wie ein großes Ei – das achte Chakra. Dieser ergänzt die sieben physischen Chakren, die sich auf den Körper verteilen:

  • Wurzelchakra (zwischen Anus und Genitalbereich)
  • Sakralchakra (eine Handbreit unter dem Bauchnabel)
  • Solarplexus-Chakra (auf dem Solarplexus)
  • Herzchakra (in der Mitte der Brust)
  • Halschakra (auf dem Kehlkopf)
  • Stirnchakra (zwischen den Augenbrauen)
  • Kronenchakra (über dem Scheitel)

Das achte Chakra entspricht in etwa dem Heiligenkranz des christlichen Kulturraumes, es schwebt über dem Schädel. In ihm: die energetische Information über das, was wir sind, das war wir dereinst waren und darüber, was wir sind. Das Chakra ist unsere Verbindung zur großen Energiestruktur, die wir etwa Universum, Buddha, Gott nennen.

Beim Öffnen von Sacred Space stellen wir eine Verbindung zum Universum und der Lineage her, in welcher der Schamane initiiert wurde. Ein besonderer Raum, der in und zwischen den Welten in Zeitlosigkeit existiert. Ein Raum, in dem all die Schamanen vor uns waren und die diesen Raum nach uns betreten werden. Ein Raum, der sicher ist, geborgen, beschützt. Dieser Raum wird nach Beendigung der Sitzung mit Dankbarkeit geschlossen.