Wie ich zum Schamanismus fand

Irgendwann im Leben erkennt man, dass sich Probleme wiederholen. Diese Wiederholungen tragen unseren Schutzmantel kontinuierlich ab. So verlieren wir Schicht für Schicht unsere Resilienz.

In der „Dunklen Nacht der Seele“ ist der Wunsch zu sterben größer als der Drang zu leben.

Ein Weitermachen ist nicht möglich.

Altes muss sterben, um Neues zu schaffen

In meiner Ausbildung durfte ich diesen Weg durch den Tod mehrmals gehen; all die alten Glaubenssätze, Überzeugungen, Bewertungen, die alten Identitäten mußten abgelegt werden.
Das, was wir für unser Selbst, das ICH halten, ist nichts anderes als das Produkt lebenslanger Anpassung infolge der Domestikation, die wir von klein auf durchlaufen: gesellschaftlichen Zwänge, Ansprüche, Erwartungshaltungen, Normen, Regeln, Rechte, Pflichten unserer Zivilisation.
Dieses fremddefinierte Ich muss gehen, um herauszufinden, wer und was man wirklich ist.
Diese alten Muster zu erkennen und nach und nach abzulegen, kann befreiend aber auch sehr schwer sein.
Doch tut man dies nicht, wird sich das Muster, das den Verlauf unseres Lebens bestimmt, nicht ändern, und es wiederholt sich alles bis man wieder am „Dead End“ steht…. Man ist und hat wieder nicht genug, egal wie hoch der persönliche Einsatz ist: Haus, Auto, Beruf, Status: egal, wie viel man auch erreicht, es füllt die innere Leere nicht.

„Ich mache Hebammenarbeit“

Schamanismus hat mich immer angezogen. Trotzdem hat es Jahrzehnte gedauert, bis ich den Ruf hören und folgen konnte. Aus heutiger Perspektive weiß ich die Erfahrungen, das Know-how, all den Reichtum meines Lebens wertzuschätzen: ich weiß, wie es ist, ganz oben und ganz unten zu sein.

Wenn mir heute Klienten gegenübersitzen, ist es oft so, als würde ich meinem eigenen, vergangenen Ich gegenübersitzen. Ich war schon dort, wo sie jetzt im Leben stehen, und ich weiß, es führt ein Weg heraus.
Schon die Empathie allein ist Balsam für vieles. Meine Klienten wissen, dass sie nicht allein sind. Sie hören,  dass ein Weg aus der Dunkelheit heraus führt. Eigentlich haben sie dieses Innere Wissen, noch bevor sie zu mir kommen.

Meine Aufgabe besteht darin, ihr Problem aus verschiedenen Perspektiven gegenwärtig zu machen.

Insofern mache ich Hebammenarbeit: Wir heben das energetische Feld auf ein Level, in dem der Klient selbst die beste Lösung für sich findet.

Das ist authentisch und so powerful, wie ein fertig vorgekautes Konzept niemals sein kann, und dieser Mensch trägt es dann zu 100%. Und auf einmal ist das Leben wieder leicht, denn mit dem Annehmen der wahren eigenen Verantwortlichkeit bekommt man wieder seine wahre Power zurück. Es sind nicht mehr die anderen oder die Umstände, die dies und das verhindern oder an allem schuld sind. Der Blick öffnet sich für die Chancen und mit Kreativität nimmt die Lösung Gestalt an. Man steckt nicht mehr in dem alten Muster fest.